Mein Werdegang zu JK Physiocaching

18. Aug 2022

WOW! Nun schreibe ich meinen aller ersten Blogbeitrag und freue mich, Dir meinen Werdegang und wie es zu JK Physiocoaching gekommen ist, ein bisschen genauer zu erzählen. Nur wo fange ich hier am besten an?! :)

Ich schätze meine Leidenschaft zum Tanz und automatisch zur Bewegung hat schon im Kindesalter begonnen. Ich habe bereits mit 4 Jahren beim MCC Ober-Mörlen mit dem karnevalistischen Tanz angefangen, kurz darauf mit Ballett und Kindertanzen (später Hip Hop) weitergemacht.

Das Tanzen war schon immer ein sehr wichtiger Teil meines Lebens und es bereitet mir auch heute noch große Freude. Dennoch wurde es mit 13 Jahren zusammen mit den Wachstumsschüben zu viel und ich musste aufgrund von wachstumsbedingten Beschwerden in beiden Knien mein Trainingspensum reduzieren und Physiotherapie in Anspruch nehmen.

Und so hatte ich meine erste Begegnung mit der Physiotherapie gemacht und bin dafür sehr dankbar. Nicht nur, dass der Therapeut meine Knie wieder hinbekommen hat, auch wurde hier der Grundstein für meine Zukunft gelegt.

Mein erstes Schulpraktikum habe ich schließlich dann auch in der physiotherapeutischen Abteilung in der Kaiserberg Klinik in Bad Nauheim absolviert und war begeistert.

Meinen Tanzsport habe ich immer weiter durchgezogen und Erfahrungen in einer der berühmtesten Tanzschule in Los Angeles, in Bregenz sowie bei weiteren Workshops in Deutschland sammeln dürfen. Das Gefühl, den eigenen Körper zu spüren, zu steuern und darin immer besser zu werden war und ist immer noch sehr erfüllend für mich.

Mit gerade mal knapp 18 Jahren (dank G8) und dem Abitur in der Hand, stand ich nun vor der Entscheidung, was ich machen möchte. Wie der Großteil meiner Mitschüler, war ich noch nicht bereit, direkt weiter zu studieren und entschied mich ein Jahr Auszeit zu nehmen. In dieser Zeit habe ich gejobbt und 3 Monate bei Freunden in Savannah, Georgia gelebt. Auch hier bin ich regelmäßig in eine Tanzschule gegangen und habe erste Einblicke ins Pilates, Zumba und Barre Workout bekommen.

Ich schwankte lange, ob ich Tanz studieren oder doch besser etwas anderes.

Schließlich entschied ich mich dagegen, da ich bereits mit Rückenschmerzen zu kämpfen hatte und ich mein geliebtes Hobby nicht zum Beruf machen wollte. Ich wollte den Spaß nicht daran verlieren.

Im Herbst 2014 begann ich dann schließlich mein Physiotherapie Studium an der Hochschule Fresenius in Frankfurt. Nun lernte ich den Körper zu verstehen und wie wichtig Bewegung für die körperliche Gesundheit ist. Hier kam mir schon früh die Idee, dass ich nach meinem Studium eine Pilates Fortbildung machen möchte – Es wurde ja von Tänzern entwickelt!

Während meiner Ausbildung erlangte ich allerdings schon meine Zumba Lizenz, woraufhin ich schon schnell Kurse in der Tanzschule Wehrheim Gierok vertreten und schließlich dann auch übernehmen durfte.

Ich merkte schnell, dass ich gerne Kurse oder Gruppentherapien gebe und auch durchweg positives Feedback bekam.

Parallel dazu bekam ich die Chance, mein Gelerntes bei der 1. Damen Hockey Mannschaft des SC1880 in Frankfurt anzuwenden und hatte dadurch das riesige Glück die Schweizer Herren Nationalmannschaft auf einer World League als einzige Physiotherapeutin in Trinidad begleiten zu dürfen. Daraufhin folgten eine Europa League in Cardiff und weitere Turniere in Deutschland für verschiedene Mannschaften. Früh habe ich also schon meine Erfahrungen in der Sportphysiotherapie gesammelt.

In den letzten zwei Semestern fand unsere lange Praktikumsphase statt und ich wusste, dass die 20-Minuten Taktung und die wenige Zeit, die generell dem Patienten zur Verfügung gestellt wurde, nicht die Art war, wie ich in Zukunft arbeiten möchte.

Nach 4 Jahren Studium, einem erfolgreich abgeschlossenen Staatsexamen und einem Bachelorabschluss (Thema: Pilates bei Hallux valgus) stand ich nun da und wusste nicht so richtig weiter. In einer Praxis zu arbeiten, kam für mich nicht in Frage.

Wie es der Zufall so wollte, traf ich auf einer Fitnessmesse in Frankfurt auf einen Stand vom Clubhotel Veranstalter Robinson Club.

Verrückt, wie das Leben so spielt, dies war doch schon immer ein Punkt auf meiner Bucket List gewesen. Vier Tage später hatte ich mein Casting in Hannover. Ich bestand das Casting und einige Monate später war ich nun Physiotherapeutin/Masseurin im Robinson Club Quinta da Ria in Portugal.

Meine Arbeit war durch viele Sportmassagen geprägt sowie auch einige 40-minütige physiotherapeutische Behandlungen, bei denen ich feststellen durfte, welchen wichtigen Einfluss die Zeit und auch das entspannte Umfeld einer Spa-Umgebung auf den Therapieerfolg hatte. Hier keimte die Idee der Selbstständigkeit auf, nachdem einige der Kunden/Patienten mir dazu geraten hatten.

Nach 8 Monaten beendete ich vorzeitig meine Zeit in Portugal, da die vielen Massagen, Shows und Heimweh mir doch etwas zugesetzt hatten.

Wie bei fast jedem hat die Pandemie einem zum Nachdenken gebracht und somit entschließ ich, die Selbstständigkeit anzugehen. Ich bekam ein Business Coaching und sechs Monate später ging ich mit meiner Website online. Dennoch hatte ich immer noch nicht die Kraft und auch die hundertprozentige Motivation mein erstes Konzept anzugehen, sodass ich mich dazu entschieden habe, nebenbei Teilzeit im Back Office im Unternehmen, in dem meine Mutter seit 35 Jahren tätig ist, auszuhelfen. Diese Zeit brauchte ich, um meine Idee im kleinen Rahmen auszuprobieren, daran zu wachsen und finanziell abgesichert zu sein. Auch habe ich hier bereits in meiner ehemaligen Ballettschule angefangen, als Tanzfit Trainerin zu arbeiten und Kindern das Tanzen beizubringen sowie die Freude an diesem Beruf für mich mit entdeckt. Wie mein Vater immer gesagt hat, „Du wirst einmal Lehrerin!“ :)

Fast ca. ein Jahr hat es nochmal gedauert, bis ich schließlich vollständig überzeugt war, dass die Selbstständigkeit das Richtige für mich ist. Trotzdem hat es noch einige Gespräche mit Freunden und der Familie gebraucht bis ich mich entschieden habe, dieses Jahr meine Leidenschaft zum Tanzen noch mehr mit einzubeziehen. Also werde ich dieses Jahr die Fortbildung zum Tanzphysiotherapeuten als auch zum großen Pilates Trainer mit Schwerpunkt auf Rehabilitation absolvieren.

Ich bin wirklich nicht den klassischen Weg eines Physiotherapeuten gegangen und bin eine Achterbahn der Gefühle und Zweifel gefahren, dennoch bin ich für die Erfahrung und auch für die Unterstützung meiner Familie und Freunde, die immer an mich geglaubt haben, unendlich dankbar.

Es liegt nun einiges vor mir, aber das Feedback meiner Kund*innen lassen mich weitermachen und ich bin mir sicher, dass ich mir in den nächsten Jahren meinen Traum von einem eigenen „Spa-Pilates-Praxis-Studio“, ein Ort des Wohlfühlens, erfüllen kann und Menschen dahingehend zu coachen, dass sie wieder „Dinge wieder mit Freude zu tun, die sie gerne tun.“

Ich bin auf jeden Fall jetzt bereit dafür! :)

Vielen lieben Dank, dass Du bis hier her durchgehalten hast, meinen ersten Blogbeitrag zu lesen! :)

Deine Julia

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